"Fassenacht Weilbach - trotz Baustelle geöffnet" 

 

entpuppte sich an beiden Veranstaltungs-Tagen als bunte und kurzweilige Unterhaltung für die jeweils 200 anwesenden Närrinnen und Narrhallesen. Einziger Wermutstropfen war, dass die beiden Flörsheimer Christian Preis und Christian Schäfer, die bereits seit längerer Zeit einen Vortrag zugesagt hatten, ohne nähere Angaben von Gründen, kurzfristigst (erst am jeweiligen Veranstaltungstag) absagten. Schade drum!

 

Dennoch konnte Sitzungspräsident Harald Staudt mit seinem Elferrat genügend Show- und Vortragsvarianten für jeden Geschmack und jede Altersgruppe im Programm ankündigen, so dass insbesondere am Samstag die Stimmung im Saal einen nicht von Allen erwarteteten Höhepunkt erreichte.

 

Schon die Eröffnung durch die beiden "Landvermesser" Alex Becker und Andreas (Höfti) Dörhöfer sorgte für mächtig Stimmung, die aber durch den anschließenden Auftritt der "Lollipops" (Kindertanzgruppe der Gemütlichkeit im Alter von 4-6 Jahren, unter der Leitung von Bianca Becker und Nadja Marienfeld) getoppt wurde. Der Saal stand Kopf, als die 17 Kinder ihren Tanz "Das ist Bodo mit dem Bagger und der baggert noch" mit voller Inbrunst auf die Bühne brachten.

 

Die Müllis (Wolfgang Metzke, Manfred Schwambach, Bernd Wagner)begeisterten wieder mit ihrem gewohnt trockenen Humor und ließen die ein oder andere Pointe vom Stapel, die mehrmals zu dem bekannten "uijuijuijui" führte.

 

Die "Wild Wings", seit langen Jahren gern gesehene Gäste bei unseren Sitzungen, heizten mit einer Marsch-Polka den Saal für den ersten Redner an. Tim Fischer (14 Jahre), der zum ersten Mal auf der Weilbacher Bühne auftrat, überzeugte mit seinem locker vorgetragenen "Opa ist der Allerbeste".

 

In tollen Kostümen und zu flotter Musik ertanzten sich die "Red Roses" der Turngemeinde Weilbach ihre wohlverdiente Zugabe. Ein weiterer neuer Aktiver auf der Weilbacher Bühne war Paul Klimkiewicz, der in der im rheinischen Karneval üblichen Vortragsform Kalauer auf Kalauer in die Bütt brachte.

 

Den Abschluss der ersten Halbzeit bildeten erneut die "Wild Wings", die nun in "voller Mannschaftsstärke" und einfallsreichen und aufwändigen Kostümen eine vielumjubelte "Alice im Wunderland" auf die Bühne zauberte. Es war klar, dass sie nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden.

 

Die 2. Hälfte begann - wie bereits seit vielen Jahren üblich - mit der Gesangstruppe "Die drei Beiden" (Renate Flach, Christian und Ulrich Duchardt), die den Saal mit ihren selbstgetexteten Hits von Andrea Berg, Jürgen Drews und Helene Fischer zum Brodeln brachten. Damit war natürlich wieder die Basis für einen stimmungsvollen Fortgang der Sitzung geschaffen.

 

Relativ leicht hatte es deshalb auch die Jugendtanzgruppe "Fantasia" der Germania Weilbach, diese Stimmung im Saal mit ihrem schwungvollen Tanz "Rythm of the night" zu ihren Gunsten zu nutzen.

 

In dieser aufgeheizten Stimmung musste sich nun der erste Stadtrat Markus Ochs mit seinem Vortrag "Kerbeborsch' 6091" Gehör verschaffen, das er aber in professioneller Manier bewältigte und am Ende auf die zahlreichen "uijuijuijui"'s stolz sein konnte.

 

In einem tollen "MatrosInnen- Kostüm" und zu Seemannsmusik begeisterten anschließend die "Black Pearls" der Turngemeinde Weilbach die Narrenschar, bevor Ilona Hartmann in launigen Worten von ihren Erlebnissen auf einer Schönheitsfarm berichtete.

 

Eine ganz besondere und originelle Showdarbietung präsentierten die "Dido's" mit ihrem Badetag. Nach den fetzigen Klängen von "splish-splash" stürzten sich die 7 bzw. 9 jungen Damen in die Fluten, die durch ein ca. 1m hohes wasserblaues Banner dargestellt wurden. Im ruhigeren Teil des Auftritts simulierten sie dann ein durch-choreografiertes Synchronschwimmen, das von zugehaltener Nase bis zum alleinigen Auftauchen von Beinen alle Elemente des Synchronschwimmens beinhaltete. Eine gelungene und vielumjubelte Abschlussdarbietung, denn die Dido's werden wohl künftig in dieser Zusammenstzung nicht mehr auftreten können. Schade!

 

Als "Spätes Mädchen" präsentierte sich das Mainzer Urgestein Rosi Wojtynjak - die mittlerweile bereits zu unserem festen "Inventar" gehört - in ihrer unnachahmlich deftigen Art und durfte die Bütt erst nach der lautstark geforderten Zugabe verlassen.

 

Die beiden Abende endeten wie bereits seit vielen Jahren schon traditionell mit dem Auftritt der "Mixed Pickles". Die Truppe feierte mit diesem Auftritt nach 23 Jahren ihren Abschied von der Bühne. Mit ihrer Bühnenshow "Das war's" erinnerten sie an vergangene Auftritte und bedankten sich mit Liedern und den damaligen Originaltexten wie z.B. "Der Bär gehört zu mir (Er gehört zu mir), "In Weilbach is de Deibel los" (Rocking all over the world), Skandal um Weilbach rum (Skandal im Sperrbezirk), "Weilbachs Sexbomb" (Sexbomb), "Irgendwie, irgendwo, irgendwann fängt ein Märchen an" (Irgendwie, irgendwo, irgendwann) und dem neuesten Titel "Uns'rem Weilbach war'n wir treu" (Ich will zurück nach Westerland) bei ihrem treuen Publikum, das sich wiederum mit "Standing Ovations" während des gesamten Auftritts revanchierte.

 

Ales in allem blicken wir, die Gemütlichkeit Weilbach, stolz auf zwei tolle Veranstaltungstage zurück. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

 

An dieser Stelle bedanken wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei der Turngemeinde Weilbach, die uns freundlicherweise ihre vereinseigene Jahnturnhalle für die beiden Sitzungen zur Verfügung stellte, da unser übliches Domizil - die Weilbachhalle - derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen ist. Danke!

 

 

Heinz Seefelder

Gemütlichkeit Weilbach